Wer einen Weg in den eigenen Wunschberuf sucht, kann einen Scout gut gebrauchen, der sich in dem komplexen Terrain aus Ausbildung, Studium und Beruf bestens auskennt. In dieser Reihe erklären wir, wie Studenten, Hochschulabsolventen und Berufseinsteiger am besten zu ihrem Berufsziel gelangen.

Der Wirtschaftsprüfer

Das Wort „Tunnelblick“ wird man unter Wirtschaftsprüfern eher selten hören, denn in diesem Beruf muss man sich in vielen unterschiedlichen Disziplinen auskennen: BWL, VWL, Prüfungswesen, Wirtschafts-, Steuer- und Berufsrecht sind dabei nur eine Auswahl. Je nach Branche des Mandanten, den man in der täglichen Arbeit gerade prüft, können noch weitere, tiefer spezialisierte Kenntnisse als Anforderung hinzukommen. Wirtschaftsprüfer haben also einen vielseitigen und gleichzeitig sehr verantwortungsvollen Beruf. Doch wie wird man eigentlich Wirtschaftsprüfer? Und wie sieht die Ausbildung aus?

Das Studium

Der erste Meilenstein zum Wirtschaftsprüfer ist ein Studium. Hier gibt es nicht das „eine“ oder „richtige“ Studium, das direkt zum Beruf führt. So steht das Berufsbild auch akademischen Quereinsteigern offen. Ein Studium der Volkswirtschafts- bzw. Betriebswirtschaftslehre oder ein Jurastudium mit den Schwerpunkten Wirtschaftsprüfung / Accounting, Finance und Steuerrecht bieten aber beste Voraussetzungen für den Einstieg. Die Wirtschaftsprüferordnung sieht grundsätzlich auch einen Ausbildungsweg für Praktiker ohne Hochschulstudium vor. In diesem Fall ist eine Zulassung zum Wirtschaftsprüferexamen nach einer mindestens zehnjährigen Tätigkeit in der Wirtschaftsprüfung bzw. mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung als Steuerberater oder vereidigter Buchprüfer möglich. Dieser Zugangsweg ist in der heutigen Praxis allerdings sehr selten geworden.

Der Berufseinstieg und die notwendige Berufserfahrung

Nach dem Studium ist es zunächst notwendig, Berufserfahrung im Bereich der Prüfungstätigkeit zu sammeln. Diese ist Voraussetzung für das Wirtschaftsprüferexamen. Bei einem Bachelor-Abschluss beträgt diese Zeit 4 Jahre, bei Master-Absolventen 3 Jahre. Erst nach bestandenem Examen darf man sich offiziell als „Wirtschaftsprüfer“ bezeichnen. Bei KPMG steigen die meisten neuen Mitarbeiter als Associate ein.

Die Examensvorbereitung mit AuditXcellence

Bei KPMG kann man berufsbegleitend den Masterstudiengang AuditXcellence absolvieren. Gezielt abgestimmte Vorlesungen und intensive Vorbereitungskurse sind mit Blick auf das Wirtschaftsprüferexamen wichtige Bestandteile des dreieinhalbjährigen Studiums. 50 % Berufstätigkeit und 50 % Studienzeit ermöglichen es nicht nur, das Gelernte unmittelbar anzuwenden, sondern gleichzeitig auch notwendige Berufserfahrung für die Zulassung zum Examen zu sammeln. Die monatliche Vergütung beträgt während des Studiums 65 % des Vollzeitgehalts. Bei KPMG wird ein Examensbudget in Höhe von 15.000 Euro auf die Studiengebühren angerechnet.

Das Wirtschaftsprüferexamen

Wer nach dem Studium die erforderliche Berufserfahrung nachweisen kann, wird zum Wirtschaftsprüferexamen zugelassen. Das Examen umfasst insgesamt sieben Klausuren und eine umfangreiche mündliche Prüfung. Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil des intensiven AuditXcellence-Studiums: Wer das Masterprogramm erfolgreich absolviert hat, dessen Prüfungsumfang reduziert sich auf vier der sieben Teilgebiete. Die Examen werden bundeseinheitlich von der Wirtschaftsprüferkammer durchgeführt.

Der Abschluss

Das Wirtschaftsprüferexamen ist aufgrund der verantwortungsvollen Tätigkeit sehr anspruchsvoll: 2014 haben es nur 58,4 % der Kandidaten bestanden. Die Erfahrung zeigt gleichzeitig, dass Programmteilnehmer von AuditXcellence mit einer deutlich höheren Bestehensquote rechnen können. Nach bestandenem Examen steht abschließend noch die offizielle „Bestellung“ durch die Wirtschaftsprüferkammer aus – dann endlich ist das Berufsziel „Wirtschaftsprüfer“ erreicht.

Nach einem intensiven Weg zum Wunschberuf hat man als Wirtschaftsprüfer im Anschluss beste Chancen auf eine spannende Karriere. Und was vielleicht noch viel wichtiger ist: auf einen ungemein abwechslungsreichen Job mit immer neuen Herausforderungen – und großer Verantwortung.

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