Uns begeistern immer wieder die vielfältigen Wege, auf denen unsere Kolleginnen und Kollegen zu KPMG kommen. Das gilt natürlich auch für unsere Praktikanten – Eric Fotouo hat im Bereich Financial Services beispielsweise gerade ein Praktikum absolviert. Wie er bei seinen täglichen Aufgaben seine Erfahrung als ehemaliger Radiomoderator einsetzen konnte – das und vieles mehr –, haben wir ihn in unserem Gespräch gefragt.

Eric, Du hast auf Deinem Weg zu uns als Praktikant bereits einige spannende Meilensteine gesammelt. Du bist in Kamerun aufgewachsen und zur Schule gegangen und hast noch während Deines Studiums der Betriebswirtschaft ein eigenes kleines Unternehmen gegründet und geführt. Woher kam diese Idee und was konntest Du aus dieser Erfahrung für Dein heutiges Praktikum bei KPMG mitnehmen?

Schon als Schüler träumte ich davon, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Zum einen, um selbstständig zu sein und meinen eigenen Weg zu finden. Zum anderen, um meine unternehmerischen Fähigkeiten in der Praxis zu prüfen und weiterzuentwickeln. Um mein Studium zu finanzieren, hatte ich damals viele verschiedene Nebenjobs, unter anderem gab ich Nachhilfeunterricht und machte Bild- und Videobearbeitungen – Letzteres hat dann schließlich zu meiner Unternehmensidee geführt. Das war meine Chance, meine bisher erworbenen betriebswirtschaftlichen Fachkenntnisse in die Praxis umzusetzen und meine Fähigkeiten weiter auszubauen. Dank Unterstützung konnte ich meine Idee erfolgreich umsetzen und aus dieser doch sehr besonderen Erfahrung sind Werte wie Verantwortungsgefühl, Zuverlässigkeit und Effizienz beim Arbeiten tief in mir verankert worden. Diese Fähigkeiten habe ich auch für mein Praktikum bei KPMG mitgenommen.

Derzeit absolvierst Du neben Deinem Praktikum bei KPMG im Bereich Financial Services noch einen Masterstudiengang im Internationalen Finanzwesen. Da ist gutes Zeitmanagement gefragt, richtig? Wie sieht denn Dein typischer Arbeitsalltag aus?

Natürlich spielt das Zeitmanagement eine sehr wichtige Rolle. Ich habe aber den Vorteil, dass wir uns aktuell mit IFRS-9-Themen beschäftigen, wozu ich einen direkten theoretischen Bezug aus meinem Studium habe. Mein Arbeitsalltag besteht praktisch aus zwei Teilen: Ich beginne früh morgens in unserem Frankfurter Büro und arbeite dort als festes Teammitglied an Projekten mit. Doch mein Tag ist mit Arbeitsschluss nicht zu Ende: Jetzt beginnt mein zweiter, theoretischer Teil des Tages, das Studieren. Natürlich muss man eine gewisse Balance finden und sich vor allem Pausen und Abwechslungen nehmen. Es geht also darum, seine eigenen Fähigkeiten und Grenzen zu kennen, realistische Ziele zu setzen und darauf basierend nötige Maßnahmen zu treffen. Und so schaffe ich es auch noch, neben Arbeit und Studium, das Geschenk des Lebens zu genießen.

Gerade der Finanzsektor steht unter vielseitigen Einflüssen der Globalisierung. Da trifft es sich gut, dass Du neben Englisch und Französisch auch Deutsch und Chinesisch sprichst. Wie kamst Du zu dieser Sprachkombination?

Das ist eine gute Frage! Sprachen und kulturelle Unterschiede sind wertvolle Vermögen, können aber in manchen Situationen auch zu zwischenmenschlichen Barrieren führen. Genau deshalb ist interkulturelle Kompetenz so unendlich wichtig. Da ich mich selbst als einen sehr offenen Menschen charakterisiere, sind Fremdsprachen für mich eine Möglichkeit, diese Barrieren zu überwinden, andere Kulturen zu entdecken und meinen Horizont zu erweitern. Außerdem glaube ich, dass Fremdsprachen vielerlei Möglichkeiten eröffnen – auch in der Arbeitswelt. Ich hatte natürlich ganz besonderes Glück und vielleicht kommt daher auch meine Sprachaffinität, denn in Kamerun bin ich dreisprachig aufgewachsen: Ngombale, Französisch und Englisch. Um dann in Deutschland studieren zu können, habe ich Deutsch gelernt. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, an meiner Universität „Grundlagen Chinesisch“ zu belegen. Das hat mir viel Spaß gemacht und hier ging es auch primär darum, mich der chinesischen Kultur anzunähern und ein Grundgerüst zu bauen, falls ich die Sprache doch in der Zukunft richtig lernen möchte – denn für den alltäglichen Bedarf ist die Kenntnis von 3000 bis 5000 Schriftzeichen notwendig, und das ist natürlich sehr zeitintensiv.

Sprache spielte ja auch in Deinem bisherigen Werdegang eine große Rolle. Nach Deinem Studium hast Du in Kamerun als Regisseur und Rundfunkmoderator gearbeitet. Wie bist Du damals zum Radio gekommen?

Das erste Mal Kommunikationsluft geschnuppert habe ich im Gymnasium, denn schon damals fühlte ich mich beim Präsentieren sehr wohl und habe auch auf Events und Konferenzen gerne moderiert. Meine Fähigkeit, vor Publikum zu sprechen, habe ich so sehr früh entdeckt und dementsprechend weiterentwickelt. Während meiner ersten Studienjahre habe ich diese Rolle dann auch für akademische Events übernommen und schließlich das Angebot erhalten, gemeinsam mit einem Bekannten eine Radiosendung zu starten. Meine Leidenschaft und Affinität für Kommunikationsthemen war die ideale Möglichkeit, eine Brücke zur Arbeitswelt zu schaffen und mein Netzwerk weiter auszubauen, um mit Blick in die Zukunft eine Karriere im Finanzbereich anzustreben.

Was konntest Du von Deinem Job als Radiomoderator für Dein heutiges Praktikum lernen, zum Beispiel in Bezug auf Kommunikation und Menschen?

Die vier Jahre Erfahrung beim Radio haben mich sehr viel gelehrt und auch geprägt. Als Radiomoderator konnte ich zum einen meine Kommunikationsfähigkeiten entwickeln. Zum anderen habe ich im Rahmen unserer Aktivitäten Teams geleitet und in verschiedenen Projekten mitgearbeitet. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen und Projekte im Team erfolgreich durchzuführen. Das ist ein sehr entscheidender Punkt für meine Arbeit bei KPMG: Wir erledigen die Arbeit im Team und jeder übernimmt seine individuelle Rolle dabei. Durch meine vorherigen Erfahrungen konnte ich mich schnell in mein Team integrieren und dementsprechend Leistung erzielen.

Warum hast Du Dich hier in Deutschland für ein Praktikum im Bereich Financial Services bei KPMG entschieden?

Durch einige Bekannte habe ich von KPMG erfahren und direkt einen guten Eindruck gewonnen. Nachdem ich mich mehr mit KPMG auseinandergesetzt habe, war mir klar: Hier möchte ich arbeiten. Das Großartige an meinem Praktikum im Bereich Financial Services ist, dass sich der Bereich mit verschiedenen Themen beschäftigt und ich so die Möglichkeit habe, viele verschiedene Themenbereiche kennenzulernen. Am Ende haben mich nicht nur die Stellenausschreibung, sondern auch die Werte, die KPMG verkörpert, überzeugt.

Was würdest Du jemandem raten, der sich für ein Praktikum im Bereich Financial Services bei KPMG interessiert?

Macht Euch einfach Euren persönlichen Eindruck. So viel kann ich sagen: Die Arbeitsatmosphäre ist überragend hier. Meine Kollegen verfügen alle über ein ausgeprägtes Fachwissen, das sie gerne an mich weitergegeben haben, und ich konnte auch immer gerne meine eigenen Ideen einbringen. Ich konnte mich durch dieses Praktikum also nicht nur fachlich, sondern auch persönlich und interkulturell extrem weiterentwickeln.

Lieber Eric, herzlichen Dank für dieses Interview!

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