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Vor sechs Jahren begann Esther Schulz ihre Ausbildung zur Fachinformatikerin Systemintegration bei der KPMG IT Service GmbH (KPMG ITS), dem IT-Berater und -Dienstleister der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG). Anschließend ging es für sie dort in den Bereich Softwareentwicklung. Der KPMG ITS ist sie seither treu geblieben: Heute leitet sie das neue 6-köpfige Team Intelligent Automation. Im Interview spricht die 27-Jährige über das Klischee der Männerdomäne IT, warum sie sich auf die Innovationen der Zukunft mithilfe von Robotic Process Automation freut und Playstation-Abende im Team.

Hey Esther, erstmal Butter bei die Fische: 6 Jahre KPMG ITS. Was reizt Dich seit so langer Zeit?

Hier bei der KPMG ITS sitze ich direkt am technologischen Puls der Zeit und kann somit innovative Projekte mitgestalten. Ich arbeite in der Abteilung Developer Services und Robotics und mein Aufgabenbereich umfasst hauptsächlich Themen der Robotic Process Automation (RPA). Das heißt, wir automatisieren viele Prozesse über die Benutzeroberfläche. Die Robot-Software nutzt dabei die Benutzeroberfläche unterschiedlicher Anwendungen und reproduziert über die Benutzerschnittstellen Handlungen menschlicher Nutzer. Dabei reicht das Spektrum von eher simplen Aufgaben wie dem Pflegen einer Excel-Liste mit Informationen aus unterschiedlichen Datenquellen bis zu komplexen Vorgängen wie dem automatisierten Erstellen von Verträgen oder Rechnungen. Wir sind ein sehr projektgetriebener Bereich und unterstützen unsere Geschäftsbereiche mit innovativen Prozessautomatisierungen entlang der digitalen Agenda. Aber auch für unsere eigenen Entwickler bauen wir Lösungen, damit die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen soweit automatisiert wird, dass sie nur noch auf´s Knöpfchen drücken müssen und die Software dem Tester zur Verfügung steht. Robotic Process Automation hat also noch viel Potenzial und ich bin gespannt, was in den kommenden Jahren noch an Innovationen auf uns zukommt. Ich kann mich deshalb hier bei der KPMG ITS voll ausleben.

Du hast von viel Potenzial beim Thema Robotic Process Automation gesprochen. Kannst Du uns bereits einen Ausblick in die Zukunft des Prozessautomatisierung geben?

Bei der KPMG gibt es noch manche Prozesse, die historisch bedingt manuell ausgeführt werden. Wir agieren seit mehr als einhundert Jahren als Wirtschaftsprüfer und -berater auf dem Markt. Da bleibt es nicht aus, dass gewisse Prozesse zum Teil über Jahrzehnte immer komplizierter und aufwändiger geworden sind, mittlerweile, oder zumindest in naher Zukunft aber durch den technologischen Fortschritt auch automatisiert werden können. Das ist eine super Chance, dass Unternehmen immer innovativer zu gestalten. Denn diese Prozesse zusammen mit unseren Fachbereichen zu identifizieren und zu automatisieren, wird immer spannend bleiben. Welche Prozesse das künftig sein werden, können wir heute nur zum Teil abschätzen, aber wir freuen uns darauf, diese neuen Herausforderungen anzunehmen.

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Du hast bereits Deine Ausbildung bei der KPMG ITS absolviert und bist jetzt Teamleiterin. Wie kam es dazu?

Ich habe bereits während meiner Azubi-Zeit häufiger in Projekten gearbeitet und da auch die Projektleitung übernommen. Es ging also schon früh in die Richtung, mehr Verantwortung zu übernehmen. Als wir RPA als Dienstleistung bei uns eingeführt haben, wurde mein späteres Team ins Leben gerufen und die Teamleiterstelle wurde vakant. Dass ich auch beim Thema Personalverantwortung ein Händchen habe, hat sich mit der Zeit entwickelt und wurde durch meinen Abteilungsleiter gesehen und gefördert, indem er mich bereits früh in Führungsaufgaben eingebunden hat. Mit meiner Beförderung hatte ich dadurch bereits einige Erfahrungen sammeln können, die für die Rolle als Führungskraft wichtig sind, zum Beispiel Bewerbungsgespräche führen. Insgesamt ist es für mich toll zu sehen, wie das Team an den Projekten wächst und immer mehr Potenzial entfaltet. Wir begleiten auch eine Werkstudentin und einen Azubi für Anwendungsentwicklung. Da ich ja selbst hier meine Ausbildung gemacht habe, kann ich da natürlich Tipps aus erster Hand geben.

Und wie ist es jetzt als Führungskraft nach den ersten hundert Tagen?

Es ist schon alles wahnsinnig aufregend. Die Akzeptanz für das Thema RPA steigt immer weiter, sodass wir stetig an kleineren Roboterprojekten arbeiten oder neue Tools für unsere Entwickler bauen. Wir heißen ja nicht umsonst Developer Services. Ein riesiges Projekt haben wir bereits erfolgreich gestemmt, nämlich die Einführung der RPA Software. Um sowas erfolgreich zu wuppen, ist es essenziell, strukturierte Prozesse zu implementieren und zu dokumentieren, Kapazitäten genau zu planen und Abläufe zu verbessern. Das war alles eine super Teamleistung. In naher Zukunft steht schon die nächste Herausforderung an, da mein Team und ich uns gerne im Bereich RPA und Scrum zertifizieren lassen möchten, um unser Expertenwissen weiter zu vertiefen und unserem Qualitätsanspruch dauerhaft gerecht zu werden. Persönliche und fachliche Weiterentwicklung ist mir generell sehr wichtig. Deswegen nehmen meine Kolleginnen und Kollegen und ich regelmäßig an Schulungen teil, die KPMG anbietet.

Persönliche und fachliche Weiterentwicklung ist ein gutes Stichwort. Welche Benefits habe ich denn als ITler bei der KPMG ITS noch?

Bei der KPMG ITS bleiben eigentlich keine Wünsche offen. Das gilt insbesondere für die IT-Ausstattung. Neben besonders starken Rechnern und anderer Hardware stehen uns beispielsweise auch verschiedene Testgeräte für neue Software zur Verfügung. Zudem sind wir mit Home-Working-Lösungen ziemlich flexibel, was das Thema Arbeitszeiten betrifft. Ein Kollege beispielsweise ist gerade zum zweiten Mal Vater geworden. Da ist es natürlich super hilfreich und auch völlig selbstverständlich, dass er in dieser besonderen Situation auf die volle Flexibilität zurückgreifen kann.

Frauen in der IT sind ja leider oftmals noch eine Seltenheit. Wie verhält es sich damit denn bei euch?

Natürlich ist dieses Schubladendenken in der Branche noch ziemlich verbreitet, was auch manchmal nerven kann. Frauen sind leider oftmals noch in der Minderheit, wenn es um IT-Berufe geht, aber da ist ein gewisser Wandel erkennbar. War ich in meiner Berufsschulklasse damals noch das einzige Mädchen, steigt der Frauenanteil immer mehr, vor allem in der Systemadministration. Hier bei der KPMG ITS zeichnet sich dieser Trend ebenfalls ab. Wir sind nämlich in der Tat sehr gut durchmischt und keinesfalls ein rein männerdominierter Bereich. Also Mädels traut euch!

Abschließend noch eine wichtige Frage an Dich: Warum sollte man sich unbedingt bei der KPMG ITS bewerben?

Ob S/4 HANA, Microsoft Azure Service Fabric, IBM Watson, Robotics Lösungen oder weitere AI-Anwendungen: Wir arbeiten in agilen Teams und setzen mit Angular 7, C# oder.NET Core vielfältige Projekte um. Wer neugierig, lernwillig und prozessaffin ist, der passt super zu uns. Außerdem sollte sich niemand unsere gemeinsamen Lunchausflüge oder VR-Abende entgehen lassen. Bei Letzterem schließen wir alle unsere Virtual Reality Headsets an die Playstation an und spielen dann zusammen. Das ist ein ziemlicher Spaß und schweißt auch als Team zusammen.

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Ausbildung zum Fachinformatiker (w/m/d) für Anwendungsentwicklung

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