Big Apple. Biggest Chance: Ein Praktikum in New York

Es war zwar nicht mein erstes Praktikum – New York war aber dennoch eine komplett neue und spannende Erfahrung für mich. Oft werde ich gefragt, wie eigentlich ein typischer Auslandspraktikumstag im Big Apple bei der US-amerikanischen Mitgliedsfirma des KPMG-Netzwerkes der KPMG International Cooperative aussieht. Also: Mein Tag beginnt gegen 7:15 Uhr im Praktikantinnenwohnheim, das idealerweise mitten in Manhattan liegt. Nach dem Frühstück brauche ich etwa 20 Minuten mit der Metro ins KPMG-Büro, sodass ich gegen 9:00 Uhr mit der Arbeit beginne. Die Aufträge der Kollegen reichen von breit gefächerten Rechercheaufgaben bis zu ganz speziellen Recherchen für die Beurteilung eines vorhandenen Sachverhalts.
Außerdem erstelle ich neue PowerPoint-Präsentationen oder passe bestehende an aktuelle Gesetzesänderungen an. Mittags geht es dann oft in eines der umliegenden Restaurants zum Lunch, sofern man sich nicht selbst etwas mitgebracht hat. An dem einen oder anderen Nachmittag freut man sich dann auf einen Kaffee aus einer der vielen und richtig guten Cafés. Ein typischer Arbeitstag endet gegen 18 Uhr – genug Zeit, um noch etwas in New York City zu unternehmen.
In meiner Zeit beim Auslandspraktikum in New York habe ich viel gelernt – 5 Dinge, die auch ein wenig zum Schmunzeln sind, möchte ich mit Euch hier teilen:

1. New Yorker lieben Regenstiefel!

Egal wie elegant das Outfit ist, wenn es hier regnet, werden (klugerweise) immer Regenstiefel auf dem Weg ins Büro getragen.

2. Learning bei meinem Praktikum: New Yorker sind gar nicht so anders

Der KPMG-Spirit ist global und meine amerikanischen Kollegen unterscheiden sich gar nicht so groß von meinen deutschen. Sie sind überaus nett und höflich, vielleicht etwas aufgeschlossener. Außerdem ist mir die gegenseitige Unterstützung der Kollegen untereinander positiv aufgefallen.

3. Der eigene Arbeitsplatz wird erstmal reserviert und gebucht

Das Hoteling-System wird mir sicher in Erinnerung bleiben, bei dem die meisten Mitarbeiter keinen fest reservierten Arbeitsplatz haben, sondern manchmal täglich an einem anderen Arbeitsplatz sitzen, je nachdem was laut dem Reservierungsportal für den Tag frei ist. Das ist aus deutscher Sicht sehr gewöhnungsbedürftig, aber vor dem Hintergrund der hohen Mietkosten in New York City durchaus verständlich. Eine andere Sache, die mir aus der Zeit meines Auslandspraktikums auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird: die Weihnachtsfeier für alle Mitarbeiter der drei KPMG-Büros in einem Hotel am Times Square! Fantastisches Essen, gute Drinks, eine Karaoke-Bar, eine interessante Musikauswahl und ein gut besuchter Dancefloor haben die Weihnachtsfeier dann zu einem riesigen Spaß werden lassen.

4. Das perfekte Praktikum – New York ist die richtige Wahl für alle Studenten mit der richtigen Mischung aus Neugier und Abenteuerlust!

 

Das Auslandspraktikum eignet sich ideal für jemanden, der großes Interesse daran hat, selbst Erfahrungen zu sammeln, wie (unterschiedlich) in anderen Ländern gearbeitet wird. Neben der Grundneugier sollte man idealerweise eine offene Art mitbringen, um mit den Kollegen schnell in Kontakt zu kommen. Eine Portion Abenteuerlust kann ebenfalls nicht schaden, um die anfängliche Orientierungslosigkeit im Metro-Netz und auf den Straßen New Yorks mit Humor nehmen zu können.

5. Der Weg nach New York ist gar nicht so kompliziert!

Mit einer E-Mail Mitte September 2016 wurde ich auf folgende Ausschreibung aufmerksam: ein dreimonatiges Auslandspraktikum, New York City. Trotz einer kurzen Bewerbungsfrist war die Einreichung der Unterlagen auf Englisch gut machbar. Abgesehen davon, dass in meinem Fall die E-Mail mit der Einladung für ein telefonisches Bewerbungsgespräch zunächst im Spam-Ordner landete, ist der weitere Ablauf hinsichtlich anschließender Zusage und Zusendung der Unterlagen aus den USA für das Visum problemlos und sehr effizient gewesen. Insbesondere die Kommunikation mit den Verantwortlichen in den USA, die bei jeglichen Fragen schnellstmöglich weitergeholfen haben, hat enorm dazu beigetragen, zeitnah alle Voraussetzungen für die Einreise in die USA und den Beginn meines Auslandspraktikums zu erfüllen.

Zum Schluss noch ein paar Insights von mir zum German Tax Team, bei dem ich derzeit mein Auslandspraktikum absolviere: Die Aufgabe des German Tax Teams in New York ist in erster Linie die Unterstützung bei der Geschäftsentwicklung mit Blick auf US-Multinationals mit signifikantem Deutschlandgeschäft. Daneben werden auch Projekte großer deutscher Unternehmen, die in den USA aktiv sind, koordiniert.

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