Automatisierungsprozess in einer Fabrik

Komplexe steuerliche Prozesse mit Hilfe von Robotern und Künstlicher Intelligenz zu automatisieren, ist eine Herausforderung, mit der sich Unternehmen vereinzelt bereits heute beschäftigen und in naher Zukunft beschäftigen werden. Dazu braucht es belastbare Technologien – doch die unterliegen einer stetigen Weiterentwicklung.

Wir, die KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AG sitzt an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Gesellschaft und entwickelt technische Ansätze zur Automatisierung von steuerlichen Prozessen für Unternehmen.

Unsere GameChanger, wie zum Beispiel Felix Hoffmann (Associate) einer ist, sehen darin das Potenzial, nachhaltig etwas in der Arbeitswelt zu verändern. Außerdem ist Felix davon überzeugt, dass funktionierende Technologien aus der Unternehmenswelt in unser tägliches Leben übergreifen und beispielsweise bei der privaten Einkommenssteuererklärung einsetzbar sein werden.

Es braucht kreative, agile und lösungsorientierte Denker und Macher wie Felix, um fortschrittliche Technologien für Steuerabteilung zu konzipieren. Im Interview erklärt er, wie spannend die Verbindung zwischen Steuern und Digitalisierung ist und was Bewerber brauchen, um in diesem noch wenig erschlossenen Themengebiet zu arbeiten.

Felix, wie bist Du in den Bereich Tax Transformation gekommen? Sind Steuern nicht total trocken?

Ich bin 29 Jahre alt und seit Anfang 2017 bei KPMG. Mein Studium habe ich neben meinem vorherigen Job in der Immobilienbranche absolviert. Demnächst schließe ich meinen Master in Finance & Accounting ab. Damals hatte ich keinen Bezug zu Steuern.

Ich bin also der klassische Quereinsteiger – und quer zu denken ist genau richtig für den Bereich Tax Transformation bei KPMG. Meine Arbeit an den Serviceleistungen von Tax macht großen Spaß, weil ich das Gefühl habe, in dem Bereich etwas zu bewegen und die steuerliche Arbeit nachhaltig mit zu verändern und voranzubringen.

Welche konkreten Veränderungen und Entwicklungen begleiten Dich?

In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und Technologieanbietern bieten wir zum Beispiel eine neue Steuersoftware an. Als Plattform unterstützt sie die Steuerabteilungen bei vielen Themen, z.B. bei der Einhaltung von Steuervorschriften und der Ermittlung von Steuerpositionen.

In diesem Zusammenhang geht es zunehmend um die Automatisierung von Prozessen und Abläufen. Dabei sind Robotic Process Automation (RPA) und Datenanalysen im Steuer-Kontext mit Hilfe von Software und künstlicher Intelligenz, auch KI genannt, ein Thema.

Gerade KI ist stark im Kommen. Ich vergleiche es gerne mit der Entwicklung der Smartphones: Vor 10 Jahren hatte niemand Bedarf an solchen Geräten – bis bestimmte Anbieter den Bedarf weckten.

So geht es uns auch in Sachen KI: Wir stehen in der Verantwortung, den Unternehmen die Möglichkeiten verbesserter Technik aufzuzeigen und das Bedürfnis danach zu wecken.

Viele Unternehmen sind jedoch noch unsicher und stehen entsprechenden Veränderungen skeptisch gegenüber. Dem treten wir entgegen und zeigen das Potenzial auf. Nur, wenn Unternehmen wissen, was möglich ist und wir eine solide Unterstützung bieten, werden sie Interesse daran entwickeln.

Welche Unsicherheiten herrschen hinsichtlich der Automatisierung und Vollautomatisierung bei den Mandanten?

Es gibt zwei Bereiche, in denen wir Unsicherheiten beobachten. Große Skepsis besteht einerseits bezüglich des Datenschutzes. Viele fragen sich, wo ihre sensiblen Firmendaten lagern und wie der Schutz gewährleistet wird.

Andererseits gibt es aus meiner Sicht ein zweites, hausgemachtes Problem: Wenn die Prozessautomatisierung von den Mitarbeitern als nicht notwendig erachtet wird, oder sogar als Gefahr gesehen wird, kann das auch an mangelhafter Kommunikation liegen. Die Mitarbeiter wurden dann nicht richtig abgeholt. Um den entgegenzuwirken ist ein vollumfängliches Change Management notwendig.

Und wie gehen Sie vor, damit Ihre Mandaten Vertrauen in die Technik fassen?

Ein festgelegtes, konkretes Vorgehen gibt es nicht. Wir stülpen niemandem ein fertiges System über, sondern wir gehen in kleinen Schritten vor. Dazu braucht es Feingefühl für die Bedürfnisse des Mandanten und eine Analyse der individuellen Unternehmensprozesse. Dabei finden wir Anknüpfungspunkte, die sich dazu eignen, Mandanten automatisierte Prozessschritte vorzustellen.

Das heißt also, dass wir klein beginnen und die Ansätze stufenweise erweitern. Die Mitarbeiter beobachten und testen die neuen Automatismen und erkennen den Nutzen.

Sie lernen zu vertrauen. Darauf bauen wir auf und kommen dann letztendlich zur technischen Komplettlösung. Im Bereich Steuern ist technisch sehr viel möglich, doch vielfach wird noch viel zu wenig umgesetzt.

Woran liegt es, dass in Deutschland so wenig umgesetzt wird?

Für technologische Innovationen gibt es in Steuerabteilungen bislang nur wenig Raum. Sie werden einfach zu wenig in die digitalen Unternehmensprozesse eingebunden.

Die digitale Transformation macht aber auch vor den Steuerabteilungen nicht Halt –und eröffnet neue Chancen für die Tools von KPMG. Werfen wir einen Blick in die USA – speziell wenn es um Entwicklungen aus dem Silicon-Valley-Umfeld geht – wird klar, dass uns noch viel erwartet.

Hast Du dafür ein Beispiel?

Es gibt eine Künstliche Intelligenz namens ROSS. ROSS ist in der Lage, komplexe Rechtssachverhalte zu analysieren und diese miteinander zu verknüpfen. Die USA sind in dieser Hinsicht schon viel weiter und die Technologie wird sich auch in Deutschland durchsetzen. Bei KPMG geschieht Vergleichbares in anderen Abteilungen. Dort erstellt eine Software anhand überprüfter Vertragsinhalte komplette Buchungssätze.

Das Schöne an der Arbeit mit Robotic Process Automation ist, dass sich mit relativ kleinem Aufwand bestimmte Probleme lösen lassen. Wir entwickeln aktuell Ideen und nutzbare Angebote für Mandanten. Wir haben zum Beispiel ein Tool entwickelt, um dezentrale steuerrelevante Daten automatisiert in unsere Steuersoftware zu importieren – das ist allerdings erst der Anfang. Unternehmen sollen noch mehr repetitive Aufgaben automatisieren können, um ihren Mitarbeitern den Weg für spannendere Aufgaben frei zu machen. Von da aus ist es auch nur ein kleiner Schritt in Richtung KI.

Wie bildest Du Dich zu Themen wie KI und Robotik weiter, wie hältst Du Dich auf dem Laufenden?

Es gibt interne und externe Schulungen, die wir besuchen können. Zudem probieren wir viel einfach aus. Ergeben sich Schwierigkeiten, überwinden wir diese und lernen dazu. Standard-Weiterbildungen gibt es kaum, es ist viel Eigeninitiative und kreatives Mitdenken gefragt. Ich würde es als innovatives Arbeiten bezeichnen, das aus Lesen, Probieren und Wissenserwerb im Rahmen von gezielten Schulungen und Recherche besteht. Außerdem gibt es im internationalen Netzwerk von KPMG diverse Initiativen, unser globales Know-How standortübergreifend zu bündeln und so ebenfalls Wissenstransfer zu betreiben.

Welches Mindset sollten Bewerber für Deinen Bereich mitbringen?

Unsere Kollegen müssen in erster Linie Elan mitbringen und schöpferisch denken. Wir brauchen Lösungsorientierte-orientierte Menschen, die auch einmal an einer verrückten Idee festhalten und sich durchsetzen können. Neue Wege finden, über den Tellerrand hinausschauen und Dinge ausprobieren, erzeugt Lernerfolg. Wer sich davon angesprochen fühlt, sollte sich unbedingt bewerben.

Innovative Prozesse leben und neue Wege beschreiten

Wir von KPMG suchen Young Professionals im Bereich Tax Transformation, um Tools für anspruchsvolle steuerliche Sachverhalte zu entwickeln. Unsere GameChanger nehmen innovative Impulse auf und nutzen Spielräume aus, um die vielfältigen Aufgaben der Digitalisierung zu bewältigen.

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