Auch nach über 45 Jahren Bühnenerfahrung plagt Sibylle Weihrich das Lampenfieber vor jeder Premiere. Es beschäftigen sie immer die gleichen Fragen: „Kommt mein Text bei den Zuschauern an? Ist das Thema gut gewählt? Versteht das Publikum meinen Humor?“ Doch sobald sie die Bühne betritt, ist die Aufregung vergessen: Sibylle gibt alles und bringt die 650 Saalgäste zum Toben. Jung und Alt haben gleichermaßen ihre Freude. Sibylle ist Büttenrednerin – und das mit Leib und Seele: „Fastnacht ist mein Leben. Ich bin da reingeboren, stand mit elf das erste Mal auf der Bühne und bin bis heute meinem Karnevalsverein in Bensheim treu geblieben.“ Mit ihren einfallsreichen Reimen und Kostümen begeistert sie jedes Jahr aufs Neue das Publikum, wenn es zur Karnevalszeit wieder in Bensheim „Eijo“ heißt. Der Umgang mit Sprache begeistert Sibylle schon von klein auf: „Man unterstellt mir vor allem Sprachvirtuosität, Kreativität und Humor.“

Nachdem sie von der Muse geküsst wurde, vergehen manchmal 40 Stunden, bis eine Büttenrede fertig ist. Und dann beginnt die eigentliche Vorbereitung: das Einstudieren des neuen Programms. „Dafür werden meine Kollegen zum Testpublikum. Bevor die Gäste in Bensheim meine Büttenrede erleben, habe ich diese vielfach vor meinen KPMG-Kollegen gehalten.“ Sibylle ist seit 26 Jahren bei KPMG und betreut bundesweit den IT-Support. Sie koordiniert ein Team von 130 Mitarbeitern, verantwortet das Budget und reist dafür oft an die KPMG-Standorte in ganz Deutschland. Überall sorgt sie für das entsprechende IT-Equipment und bringt den Mitarbeitern den richtigen Umgang mit Software, Datensicherheit und Datenschutz näher. Dabei hilft ihr die Bühnenerfahrung: „Ich kann diese trockenen Themen mit Humor vermitteln. Und zwar so, dass die Leute auch wirklich zuhören. Ich gehe auf sie ein.“

Das Testpublikum für die Büttenreden wählt Sibylle mit höchster Sorgfalt aus. Ihre Texte sollen schließlich jeden Typ Mensch erreichen, erklärt sie. Erst wenn alle lachen, sei sie zufrieden. Und trotz der anfänglich ernsten Miene so mancher Kollegen ist ihr Anspruch, sie letztlich alle zu überzeugen: „Im Grunde genommen wollen doch alle auch mal närrisch sein.“ Mit Vorliebe karikiert sie ihre KPMG-Kollegen auch auf der Bühne – Themen hat sie dafür reichlich. „Gerade am ersten Tag stehen die Neuankömmlinge da wie auf einer Beerdigung: dunkle Anzüge, ernste Miene, gut ausgebildet, doch noch etwas unsicher. Dabei können wir hier richtig Spaß haben bei KPMG. Das merken auch die Neuen dann recht schnell.“ Sie gibt Berufseinsteigern mit auf den Weg, dass sie sich trauen sollen, mehr von ihrer Persönlichkeit zu zeigen: „Sei mutig, sei authentisch, sei du selbst. So ein Anzug ist kein enges Korsett, sondern mehr eine Seifenblase, die sich nach allen Seiten ausdehnen kann. Verschiedene Persönlichkeiten, das bringt KPMG wirklich weiter.“

Auch Sibylle hat sich sowohl mit ihrer Kompetenz als auch mit ihrer Persönlichkeit durchsetzen können. „KPMG kommt mit meinen Ecken und Kanten gut zurecht“, sagt sie. Sie sei stolz, dass sie heute ein Teil dieses Unternehmens ist, dessen seriöses Auftreten ihr bereits im Bewerbungsgespräch imponiert habe. Sibylle arbeitete vorher in der Hotelbranche, wo sie neben dem Computersystem die internationale Pressearbeit betreute. Doch der Wunsch nach Veränderung und ihre IT-Affinität brachten sie schließlich zu KPMG. Heute hat sie bei KPMG eine feste Rolle eingenommen und bringt das Unternehmen technisch voran. Nur zur Karnevalszeit liegt ihr Fokus natürlich woanders: „Wenn die heiße Phase der Bühnenfastnacht beginnt, gibt es für mich nur das Publikum und die Bühne.“ Danach kehrt sie frisch gestärkt in den KPMG-Alltag zurück und sammelt wieder Themen für die nächste Kampagne.

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