Wie Du mit Deiner Körpersprache beim Vorstellungsgespräch überzeugst

Geschafft. Gerade hast Du mit der Personalabteilung von KPMG einen Termin für ein Vorstellungsgespräch vereinbart. Noch schnell ein paar schicke Klamotten gekauft, den Lieblingsfriseur um einen kurzfristigen Termin bekniet, möglichst außergewöhnliche Antworten auf klassische Fragen geübt und auf dem Weg zum Interview noch ein Minzbonbon gelutscht: Bisher hast Du ziemlich viel richtig gemacht – wenn Du jetzt noch auf die richtige Körpersprache achtest, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Gleich zu Beginn des Vorstellungsgesprächs: Händedruck und Blickkontakt

Das geht schon beim Händedruck los. Ein schlaffer Händedruck lässt Dich schüchtern, weich, nicht durchsetzungsfähig erscheinen. Aber drück bitte auch nicht so fest zu, wie es geht – das könnte Dein Gegenüber ebenso falsch auffassen und Dich als rücksichtslos, egoistisch, forsch abstempeln. Sicheres Zeichen, dass der Händedruck zu fest war: das schmerzverzerrte Gesicht des Personalchefs.

Ein verhuschter Blick zur Seite, während Du die Hand gibst – und der erste Eindruck ist kein besonders guter. Wenn Du Deinem Gesprächspartner aber länger als drei Sekunden lang in die Augen starrst, hast Du es mit dem Blickkontakt übertrieben – und der Personaler bekommt vielleicht sogar ein wenig Angst vor Dir.

Unser Tipp: ein kurzer, fester Händedruck, ein angedeutetes, natürliches Lächeln, Blickkontakt zwischen 1 und 2 Sekunden – und Du wirst schon vom ersten Moment an im Vorstellungsgespräch überzeugen.

Möchten Sie etwas trinken?

Ein Glas stilles Wasser solltest Du mindestens annehmen – alles andere würde wie eine Zurückweisung wirken. Außerdem hat ein Getränk einen entscheidenden Vorteil: Möchtest Du einmal einen kurzen Moment zum Nachdenken haben, nippst Du einfach an Deinem Wasser – und schon wirkt die Redepause ganz natürlich. Apropos Redepause: Bitte das Atmen nicht vergessen! Wohldosierte Pausen wirken sicher und besonnen.

Unser Tipp: Etwas zu trinken solltest Du auf jeden Fall annehmen – auf Extrawünsche wie „Haben Sie auch Bergquellwasser oder Latte macchiato mit Sojamilch?“ aber verzichten.

Setzen Sie sich doch bitte!

Und wie sollte man sich hinsetzen? Gerader Rücken, die Beine locker parallel zueinander, Frauen können sie auch übereinanderschlagen. Aber auf keinen Fall breitbeinig in den Stuhl lümmeln, denn dann denkt Dein zukünftiger Chef wahrscheinlich: „Was für ein Rüpel, wenn der sich so bei Kunden und Kollegen benimmt!“ Den Körper ein wenig nach vorne gerichtet signalisiert übrigens Entschlossenheit! Und wohin mit den Händen beim Vorstellungsgespräch? Achte darauf, dass Dein Gegenüber immer Deine Hände sieht. Denn das strahlt Offenheit aus. Mit geballten Fäusten oder verschränkten Armen – egal ob vor dem Körper oder hinter dem Kopf – und dem Einsatz des Zeigefingers erweckst Du eher keinen guten Eindruck.

Unser Tipp: Setze Dich bequem, aber nicht lässig hin – eine gerade Sitzhaltung bekommt man übrigens fast ganz von alleine, wenn die Knie tiefer als die Hüften liegen. Und geh mal in Dich: Welche Gesten machst Du, wenn Du abends am Küchentisch Deinen besten Freunden in aller Ruhe etwas erzählst? Diese ganz natürlichen Handhaltungen tun auch jedem Bewerbungsgespräch gut!

Wie verhält sich mein Gegenüber?

Im Alltag macht man es ganz automatisch – und auch im Vorstellungsgespräch ist es ein Muss: sich auf den Gesprächspartner einstellen, ihm mit ähnlicher Mimik und Gestik signalisieren, dass man ihn verstanden hat. Das bricht das Eis und sorgt für Sympathie vom ersten Augenblick an.

Unser Tipp: Stell Dich auf Deinen Gesprächspartner ein, kopiere hier und da eine Geste oder ein Minenspiel – natürlich ohne ihn nachzuäffen. Verzichte auf Dauerlächeln, lache lieber gezielt, wenn es angebracht ist – und schon wirkst Du und Dein Lächeln keinesfalls aufgesetzt.

Ans Ohr fassen, am Haar zupfen

Dass Du vor dem Vorstellungsgespräch ein wenig aufgeregt bist, ist normal. Schließlich möchtest Du Dich hier von Deiner besten Seite präsentieren und nichts falsch machen. Wenn Du Dir aber dauernd ans Ohr fasst, ans Kinn langst, an den Haaren zupfst oder am Ringfinger drehst, strahlt das Unsicherheit aus.

Unser Tipp: Bleib locker. Wenn Du weißt, dass Du Dir beispielsweise ständig an die Nase fasst, sobald Du nicht weiter weißt, versuche das abzustellen. Vielleicht gibt es ja eine Geste, die Dein Gegenüber nicht sofort mitbekommt? Leg zum Beispiel stattdessen Deine Hand aufs Bein. Und solltest Du Dir doch mal vor Unsicherheit ins Haar fassen, mach Dir bewusst: So etwas ist menschlich. Schließlich möchte das Unternehmen keine Maschinen, sondern authentische Leute einstellen.

 

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