Frau Drewes, Sie sind heute als Consultant im Gesundheitswesen tätig. Wie sind Sie zu KPMG gekommen?

Bei mir war es der Wunsch, in der Praxis noch mehr bewegen zu können. Nach meinem Abitur habe ich zunächst eine Ausbildung als Krankenschwester absolviert und mich daraufhin für das Studium des Gesundheits- und Pflegemanagements entschieden. Während des Studiums entdeckte ich meine immer größer werdende Zahlenaffinität. Daher kam dann auch der Gedanke, dass die Arbeit in einem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen für mich interessant sein könnte. Während des Masterstudiums habe ich parallel bereits zwei Jahre als Werkstudentin bei KPMG gearbeitet – und wie Sie sehen, bin ich auch danach hier geblieben (lacht).

Wie genau sieht derzeit Ihr Arbeitsalltag bei KPMG aus?

Was toll ist: Man ist eigentlich nie alleine! Zunächst einmal arbeite ich eng mit meinen Mandanten zusammen, aber auch die Arbeit im Team ist sehr ausgeprägt. Derzeit bin ich für ein Projekt auch viel im Ausland, was ich sehr genieße. Aber ich bin auch gern in meinem KPMG-Heimatbüro am Standort Berlin. Die Unternehmen im Gesundheitswesen, die wir beraten, reichen von Krankenhäusern und Pflegeheimen bis zu Selbstverwaltungsorganen oder Medizintechnikunternehmen. Die täglichen Aufgaben sind sehr vielfältig, im Grunde genommen unterstützen wir genau dort, wo der Schuh drückt, zum Beispiel bei der Optimierung von Prozessen, der Unternehmenssteuerung oder bei großen Reorganisationen. Ich finde es schön, dass wir nicht nur Konzepte schreiben, sondern diese auch wirklich in die Tat umsetzen. Ich sehe also auch das Ergebnis meiner Arbeit.

Können Sie Ihre Erfahrungen als ehemalige Krankenschwester in Ihrem jetzigen Beruf denn mit einbringen?

Auf jeden Fall. Das fängt schon damit an, dass ich die gleiche Sprache spreche wie meine Mandanten. Ich kann dadurch gezielte Fragen stellen und habe auch das Gefühl, dass die Mandanten mir gegenüber sehr offen sind und es schätzen, mit jemandem zu reden, der die Prozesse im Krankenhaus oder Pflegeheim kennt und versteht. Außerdem kann ich oft schon vorab meine Einschätzung geben, wie sich Veränderungen auswirken können – auf alle Beteiligte, wie auch das Personal oder die Patienten.

Können Sie denn im Gegenzug von Ihren Kollegen auch etwas lernen?

Klar, wir ergänzen uns im Team sehr gut und sind sehr vielfältig aufgestellt, zum Beispiel mit Ärzten, Psychologen, Wirtschaftswissenschaftlern oder Wirtschaftsingenieuren. Jeder bringt seine eigene Persönlichkeit und ganz unterschiedliche Stärken mit ein. Meine Kollegen unterstützen mich beispielsweise bei Fragestellungen zu IT-Themen oder auf dem Gebiet e-Health.

Gab es diesen Team-Spirit von Anfang an oder hat sich das entwickelt?

Ich muss schon sagen, dass ich von Anfang an sehr wertschätzend im Team aufgenommen wurde. Die persönliche Ebene ist hier sehr wichtig – man begegnet sich immer auf Augenhöhe. Auch schon damals im Bewerbungsgespräch. Als ehemalige Krankenschwester war die Unternehmensberatung ja für mich komplettes Neuland und die fachlichen Ansprüche erschienen mir zunächst sehr hoch. Aber ich wurde offen empfangen und die Wellenlänge passte einfach von Anfang an. Es zeigte sich auch schnell, dass ich meine Erfahrungen gut in das Team mit einbringen kann.

Sie würden also anderen fachfremden Absolventen oder Quereinsteigern nicht davon abraten, sich bei KPMG zu bewerben?

Wer Lust auf den Job hat, sollte auf keinen Fall vor einer Bewerbung zurückschrecken, weil er Bedenken hat, die Kenntnisse reichten dafür vielleicht nicht aus. Das Fachliche kann man lernen und bei Rückfragen helfen die Kollegen immer gerne weiter. Außerdem bietet KPMG viele ganz hervorragende Schulungen und Seminare, falls dann doch irgendwo noch fachlicher Bedarf ist. Vorrangig ist aber die Persönlichkeit wichtig und ob man ins Team passt – deshalb kann es auch mal sein, dass wir als Mitarbeiter das Bewerbungsgespräch führen. So war ich beispielsweise an einem Auswahlverfahren beteiligt, bei dem wieder eine ehemalige Krankenschwester eingestellt wurde.

Ihr Herzblut scheint der Gesundheitsbranche zu gehören. Warum?

Es ist eine sehr menschliche Branche und ich habe auch heute noch das Gefühl, dass ich sehr nah an der Basis arbeite, auch wenn ich nicht mehr als Krankenschwester vor Ort bin. Meine Ziele sind die gleichen geblieben: Ich möchte Menschen helfen und einfach Gutes tun. Und da ist der Einfluss, den ich hier bei KPMG habe, ein viel größerer als ich ihn als Krankenschwester jemals hätte haben können. Ja, ich kann von hier aus in der Branche wirklich etwas bewegen.

Nach oben
Wir haben Deine Neugier für den Bereich Consulting geweckt?

Alle Informationen rund um den Einstieg findest Du auf unserer Karriereseite.