Lieber Herr Heckert, Sie sehen sich selbst bei uns eher als Exot. Wie sah denn Ihr Start ins Berufsleben aus?

Im Gegensatz zu vielen meiner Kollegen komme ich nicht aus der BWL-Richtung, sondern habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert, neun Monate auch in den USA. Ein Praktikum hatte mich zudem nach Shanghai verschlagen. Während der Studienzeit konnte ich meine Affinität für Zahlen vertiefen und ich habe zudem Interesse an technischen Prozessen. Da ich jetzt im Bereich IT Advisory arbeite, passt das ganz gut zusammen.

Was genau passiert im Bereich IT Advisory?

Es geht primär um das Zusammenspiel von Finanzprozessen und IT. Die Projekte sind in Inhalt und Umfang sehr vielseitig. Ein Großteil meiner Arbeit macht das Workforce Management aus: Ein System, das den Mitarbeitereinsatz auf Projekten disponiert. Ein anderes System meiner Arbeit ist SmartStart. Das ist ein speziell für Start-ups entwickeltes Buchhaltungssystem, das junge Unternehmen bei den buchhalterischen Herausforderungen nach der Gründung unterstützt.

Das klingt insgesamt sehr technisch. Was begeistert Sie daran?

Ich finde es spannend, mit einer Maschine zu kommunizieren und ihr zu sagen, was sie tun soll – und schließlich auch, damit anderen sogar helfen zu können. Ich habe einfach Spaß an der Interaktion zwischen Mensch und Technik. Auch das Programmieren spielt dabei eine wichtige Rolle.

Interview Felix Heckert

 

Wir haben gehört, dass Sie in Ihrer Freizeit eine Website für Mathe-Aufgaben betreiben. Was verbirgt sich dahinter?

Es handelt sich dabei um eine Art Hilfsmaschine, die Mathe-Aufgaben verschiedener Schwierigkeitsstufen mit Lösungen generiert. Sie unterstützt ganz nach dem Motto „Übung macht den Meister“ Abiturienten oder auch Studierende bei der Prüfungsvorbereitung. Die Idee kam mir schon in der Abi-Zeit. Ich habe sie dann auch selbst sehr viel genutzt und damit auch Nachhilfe geben können.

Sie betreiben diese Website bis heute. Warum eigentlich?

Zum einen bringe ich mein Mathe- und Programmier-Interesse zusammen, zum anderen biete ich damit im Prinzip eine Dienstleistung. Es bereitet mir Freude zu überlegen, wie ich meine Zielgruppe am besten ansprechen kann, und so auch die Entwicklung der Seite über die Jahre zu beobachten. Ich habe die Nutzerzahlen immer im Blick und bringe mir damit selbst etwas Online-Marketing bei.

Das klingt aufwendig. Bleibt da denn noch Zeit für andere Freizeitaktivitäten?

Mit der Website beschäftige ich mich hauptsächlich am Wochenende, das kriege ich hin. Sport ist aber für mich als Ausgleich zum Job noch ganz wichtig. Daher trainiere ich oft, zum Beispiel spiele ich im Volleyball-Team bei KPMG. Außerdem engagiere ich mich auch noch in der Konrad-Adenauer-Stiftung, bei der ich selbst Stipendiat war.

Interview Felix Heckert

Und wie sieht Ihre Unterstützung in der Stiftung aus?

Ich unterstütze unter anderem das Veranstaltungsmanagement. Bei den Events wird der Austausch zwischen neuen und ehemaligen Stipendiaten ermöglicht. Das Netzwerk ist mittlerweile sehr groß: Man spricht über berufliche Pläne, trifft spannende Persönlichkeiten und bekommt tolle Reden zu hören, die oft auch sehr inspirierend sein können.

Neben Ihrem Interesse an Mathe und Technik sind Sie offenbar auch sozial sehr engagiert …

Ja, ich finde, dass sich dadurch oft viele interessante Gespräche ergeben. Aber die soziale Komponente wird bei uns im Unternehmen generell großgeschrieben. Es gibt viele Kollegen, die sich in verschiedenen Bereichen engagieren. Unter anderem gibt’s auch die Initiative „Make a difference day“, mit der wir unter anderem regelmäßig an Realschulen ein kleines Bewerbungstraining durchführen. Mir macht es einfach Spaß, zu helfen.

Was können denn Bewerber oder Interessierte noch über uns lernen?

KPMG bietet zwar ein sehr seriöses und professionelles Arbeitsumfeld, aber es bleibt dabei auch immer Spielraum für die eigene Kreativität. Ich würde dazu raten, einfach mal einen Bewerbungsprozess zu durchlaufen, um auch ein Gefühl für die Menschen bei KPMG zu erhalten – einen Blick hinter die Anzüge wagen. Meine Kollegen sind alle sehr aufgeschlossen, kollegial, loyal und auch humorvoll. Man sollte sich generell mit seinem möglichen Arbeitgeber einfach mal unterhalten und sehen, ob es passt.

Vielen Dank, Herr Heckert!

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