Unsere Kollegin Anna ist Senior Associate im Geschäftsbereich Tax und hat bereits an diversen Projekten mitgewirkt. Bei verschiedenen Steuerthemen berät sie zusammen mit ihrem Team im Bereich Corporate Tax Kunden aus betriebswirtschaftlicher sowie steuerrechtlicher Perspektive und wirkt somit an Steuerbilanzen oder -erklärungen mit. Seit Juni 2019 studiert sie berufsbegleitend an der Mannheim Business School den Studiengang Master of Taxation und wird dabei von KPMG unterstützt. Über die Vorteile und Herausforderungen des Studiums berichtet Anna in unserem Interview.

Wie bist Du auf den Mannheim Master of Taxation aufmerksam geworden und wie lief der Bewerbungsprozess ab?

Schon während meines Bachelors im Bereich der Internationalen BWL an der Business School Berlin wusste ich, dass ich mein breitgefächertes Wissen in einem Masterstudium spezialisieren möchte. Parallel zum Bachelorstudium sammelte ich als Werkstudentin und Praktikantin praktische Erfahrungen in der Steuerberatung bei einer anderen Big 4. Dadurch wurde ich auch auf den Mannheim Master of Taxation (MaMAT) aufmerksam.

In meinem Bewerbungsgespräch für die Stelle als Associate bei KPMG habe ich mein Interesse am Mannheim Master of Taxation geäußert und wurde als mögliche Masterkandidatin vorgemerkt. Kurz nach meinem Festeinstieg im Bereich Corporate Tax im April 2018 habe ich begonnen die notwendigen Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen.

Da einige Kurse auf Englisch stattfinden, gehörte dazu zunächst ein anerkannter Sprachtest. Zusätzlich habe ich ein Motivationsschreiben und eine Unterstützungszusage von KPMG eingereicht. Knapp ein Jahr nach meinem Berufsstart bei KPMG und zahlreichen interessanten Projekten, in denen ich viele spannende Erfahrungen sammeln konnte, wurde ich zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch mit den Vertretern der Mannheim Business School eingeladen, welches in einer angenehmen Atmosphäre stattfand. Nach diesem Vorstellungsgespräch folgte am Ende des Monats eine Zugangsklausur, in welcher theoretische Kenntnisse der Allgemeinen BWL und des Bereichs Accounting und Controlling abgefragt wurden. Abgeklopft wurden auch meine Kenntnisse im Fach Wirtschaftsrecht. Danach ging alles ziemlich schnell. Der erste Theorieblock des Masterstudiums an der Business School in Mannheim begann im Juni 2019. Das erste Semester war mit zahlreichen Eindrücken verbunden.

Wie ist das Studium aufgebaut und welche Themen wurden behandelt?

Im Frühjahr und Herbst jedes Studienjahres gibt es jeweils einen achtwöchigen Theorieblock – insgesamt sieben Blöcke in drei Jahren. Zwischen diesen Theorieblöcken arbeite ich ganz normal in Vollzeit und bin auf Projekten beim Kunden eingesetzt. Während der Studienblöcke konzentriere ich mich hingegen ganz aufs Studium. Durch die Kooperation zwischen der Mannheim Business School und KPMG ist dieses flexible Modell kein Problem.

Mir hat die klare Trennung zwischen Studium und Job sehr gut gefallen und ermöglicht, den Fokus entweder auf das Studium oder die Arbeit zu setzen. Innerhalb der Theorieblöcke wechseln Vorlesungen und Selbststudienphasen im Wochenrhythmus. Das Selbststudium soll vor allem dazu dienen, die zurückliegende Vorlesungswoche nach- und die kommende Vorlesungswoche vorzubereiten. Während der Präsenzphasen an der Uni wechseln sich Präsentationen, Vorlesungen, Hausarbeiten und Projekte ab. Zusammen mit der Festanstellung wird es dadurch nie langweilig.

Wie der Name schon sagt, ist der Master inhaltlich stark auf steuerliche Themen fokussiert. Neben den Themen Ertragssteuer und internationales Steuerrecht gibt es auch Module zur Umsatzsteuer und betrieblichen Steuerlehre. Allerdings sind auch die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsrecht Bestandteil des Studiums.

Am Ende hat man sich dann die gesamte Bandbreite steuerlichen Wissens angeeignet und sollte ein solides Wissen für ein anstehendes Steuerberaterexamen gesammelt haben.

Was macht den Mannheim Master of Taxation besonders für Dich und wo siehst Du die größten Vorteile?

Die kleine Gruppengröße mit nur rund 40 Personen führt zu einer sehr angenehmen Arbeitsatmosphäre. Während des gesamten Studiums wird darauf Wert gelegt, dass einerseits für die Studierenden untereinander, aber auch zwischen Professoren und Studierenden ausreichend Zeit für den fachlichen Austausch besteht. Zu Beginn des Studiums wird man in sogenannte „MCT“ (Multi Competence Teams) eingeteilt, wodurch das interdisziplinäre Lernen gefördert wird. Bei der Gruppenzusammenstellung wird darauf geachtet, unterschiedliche Persönlichkeiten, Charaktere, verschiedene Vorkenntnisse und Kompetenzen in einem Team zu vereinen. In dieser Gruppe sind wir dann über die gesamte Studienzeit zusammen und es gilt, gemeinsam verschiedene Aufgaben zu lösen, Seminararbeiten zu schreiben und zusammen Lösungen zu erarbeiten.

Der größte Teil dieser Gruppenarbeiten steht noch aus und ich bin gespannt. Ziel ist es zu lernen, sich auf die anderen Gruppenmitglieder zu verlassen, seine eigenen Stärken und Schwächen besser kennenzulernen und auch in herausfordernden Situationen und unter schwierigen Rahmenbedingungen gemeinsam erfolgreich zu sein.

Praktisch finde ich auch den modularen Aufbau des Studiums. So verteilt sich der Workload auf abgrenzbare Arbeitspakete. Neben diesen Vorteilen bildet der Master außerdem eine sehr gute Grundlage für die anschließende Vorbereitung auf das Steuerberaterexamen.

Wie ließen sich Job und Studium für Dich vereinbaren? Wie hast Du Dich organisiert, um den Anschluss im Job nicht zu verlieren?

Es ist wichtig, sich mit seinem Team bei KPMG eng abzustimmen. So gelingt es, den Anschluss auf der Arbeit auch nach den Präsenzphasen an der Uni nicht zu verlieren und schnell wieder voll in den Projektalltag einzusteigen. Das ist natürlich auch vom Team und Vorgesetzten abhängig. Meine Kolleginnen und Kollegen bei KPMG haben mich bestmöglich dabei unterstützt, beides unter einen Hut zu bekommen. Der Vorzug eines berufsbegleitenden Studiums besteht auch darin, das neu gewonnene Wissen mit der alltäglichen Berufspraxis verknüpfen zu können.

Wie wurdest Du durch KPMG unterstützt?

Neben der organisatorischen Unterstützung, zum Beispiel in Form von Freistellungen, unterstützt KPMG meine Weiterentwicklung durch das Programm auch finanziell. Neben der Übernahme der Studiengebühren, erhalte ich ein zusätzliches Budget zum Beispiel für Literatur, Schreibwaren, Unterkunft und Reisekosten.

Was muss man Deiner Meinung nach mitbringen, um erfolgreich den Mannheim Master of Taxation und parallel den Job zu meistern?

Eines ist, denke ich, klar: Begeisterung für das Thema Steuern sollten Interessenten in jedem Fall mitbringen. Zudem ist bei so vielen verschiedenen Vorlesungsinhalten Durchhaltevermögen und Selbstorganisation gefragt. Die Fähigkeit, im Team zu agieren, ist sowohl bei KPMG als auch beim Master of Taxation eine wichtige Voraussetzung, um erfolgreich zu sein. Neben der fachlichen Entwicklung ermöglicht das Programm auch eine enorme persönliche Entwicklung. Ich habe zum Beispiel durch das Programm gelernt, das theoretische Wissen mit der Praxis zu verknüpfen und mir ein großes Netzwerk aufzubauen.

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