Digitalbanken - neuer Trend der Bankenwelt

Was sind Digitalbanken?

Du verzichtest gerne auf Präsenzbesuche in Deiner Bankfiliale, wolltest schon immer mal mit Bitcoin traden und würdest am liebsten Überweisungen mit einer Banking-App abwickeln? Dann wäre eine Digitalbank vielleicht genau das richtige für Dich. Aber was genau ist eine „Digitalbank“?

Mit dem Begriff „Digitalbank“ sind FinTechs gemeint, die das traditionelle Bankenwesen durch neue Services und Produkte, wie die Integration von Kryptowährungen, den Verzicht auf Filialen und ein komplett digitales Service- und Produktangebot, angreifen. Besonders erfolgreich ist diese Art von Bank, da sie es schafft, einen reibungslosen Ablauf ohne Wartezeiten und Kosten zu bieten. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Censuswide bevorzugen fast 80% der deutschen Millennials Digital Banking gegenüber den herkömmlichen Filialbanken. Doch welche Vor- und Nachteile gegenüber konventionellen Banken verbergen sich hinter dem aktuellen Trend der Digitalbanken?

Mit dieser wichtigen Frage befassen sich auch unsere Finanzexpertinnen und –experten, die sich im Bereich Financial Services tagtäglich mit spannenden Fragestellungen der Finanzwelt beschäftigen. Mehr Informationen zu ihrem Tätigkeitsfeld findest Du auf unserer Karriereseite.

Noch nicht ganz überzeugt? Dann findest Du als kleinen Vorgeschmack hier eine kurze Übersicht der sechs wichtigsten positiven und negativen Aspekte von Digitalbanken.

Vorteil 1: Schnelligkeit

Nicht mal zehn Minuten dauert bei manchen digitalen Anbietern eine Kontoeröffnung. Mit wenigen Klicks ist Dein Konto erstellt und theoretisch kannst Du gleich loslegen. Vergleichbar schnell funktionieren auch Überweisungen. Ohne aufwendige Tan-Generatoren und komplizierte Logins können Überweisungen nur mit PIN abgewickelt werden. Das spart Zeit und ist bequem. Oft bieten die FinTechs auch kostenlose Echtzeitüberweisungen an, womit die meisten traditionellen Banken mit ihrer Überweisungsdauer von bis zu drei Tagen nicht mithalten können.

Vorteil 2: Keine Kosten

Kontoführungsgebühren sind Schnee von gestern. Für ein Konto Geld zu bezahlen, ist für viele eher undenkbar. Warum soll man Geld für etwas bezahlen, wenn man den schnelleren und bequemeren Service auch kostenlos haben kann? Viele Anbieter werben mit den kostenlosen Girokonten und stoßen damit auf das Wohlwollen der Kunden.

Vorteil 3: Benutzerfreundlich & Kundenorientiert

Mit einer persönlichen Ansprache, schicken App-Designs und gelungenen Marketingkampagnen schaffen es die neuen Anbieter, potenzielle Kunden von sich zu begeistern, während traditionelle Geldhäuser seit Jahren mit teils schweren Imageproblemen zu kämpfen haben. Sogar Investieren soll mit den FinTechs einfacher gehen. Durch die Integration von Kryptowährungen oder übersichtlichen und leicht verständlichen Darstellungen von Investitionsmöglichkeiten unterscheidet sich das Angebot deutlich von dem der konventionellen Anbieter.

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Nachteil 1: Sicherheitslücken

Die hohe Bequemlichkeit und die schnellen Abläufe fordern ihren Preis bei der Sicherheit. Denn so kompliziert und zeitaufwendig langwierige Tan-Verfahren und Anmeldevorgänge auch sind, desto mehr gewährleisten sie Dir auch Schutz vor Betrügern und Hackern. Bei FinTechs steht Sicherheit oftmals nicht an oberster Stelle, weshalb Traditionsbanken Dir in diesem Punkt definitiv einen höheren Schutz bieten.

Nachteil 2: Bezahlung durch persönliche Daten

Auch wenn Du für Dein Konto bei Digitalbanken zumeist keine Kontoführungsgebühren zahlst, heißt das nicht, dass Dein Konto komplett kostenlos ist. Im Zweifelsfall bezahlst Du die Leistungen mit Deinen persönlichen Daten. Anders als herkömmlichen Geldhäusern fehlt den Start-ups die interne Firmenstruktur oder die finanziellen Mittel, um ein eigenes Rechenzentrum zu betreiben, weshalb mache Anbieter die Daten bei Dritt-Unternehmen lagern.

Nachteil 3: Teure Finanzprodukte und Bargeldkonditionen

In Bezug auf Bargeldausgaben sind die Konditionen oftmals bei traditionellen Banken besser, da bei den Digitalbanken die Bargeldausgabe meistens auf zwei bis drei monatliche Auszahlungen beschränkt ist. Vergleichbar mit den teuren Auszahlungskonditionen sind die zur Verfügung stehenden Anlageprodukte. Obwohl die visuelle Darstellung bei den Digitalbanken womöglich übersichtlicher ist als bei den großen Bankhäusern, heißt das nicht, dass das Angebot auch besser ist. Durch die breite Auswahl und die ausführlichen Verträge sind die Anlagemöglichkeiten bei Traditionsbanken womöglich individuell günstiger und auf jeden Fall sicherer.

Deine Initiative ist gefragt!

Wie Du siehst, ist es nicht so einfach, pauschal zu entscheiden, ob Digitalbanken oder traditionelle Filialbanken das bessere Angebot für Dich liefern. Klar kann man nur sagen, dass die FinTechs eine Entwicklung in der Bankenwelt losgetreten haben, die den Sektor in der Zukunft gravierend verändern werden. Du möchtest Teil dieser Veränderung sein und den Finanzsektor von morgen aktiv mitgestalten? Dann findest Du  in unserem Jobportal zahlreiche Stellenanzeigen für Praktikanten, Werkstudierende und Berufseinsteiger/-innen im Bereich Financial Services, für die Du Dich online bewerben kannst.

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