Bunter als man vermutet

In Kindertagen ist ein Ausflug ins Zeltlager oft das Größte: Die Natur entdecken, mit anderen Kindern spielen, auf Entdeckungsreise gehen, neue Freunde finden – und das alles fernab der prüfenden Blicke der Eltern. Die Gruppenleiter lassen viel Freiraum, als Kind ist man den ganzen Tag aktiv und schläft manchmal sogar unter freiem Himmel. Ein kleines Abenteuer. Daniel Ziegler hat es so gut gefallen, dass er bis heute dabeigeblieben ist: Er gehört seit fast dreißig Jahren den Pfadfindern an – und das aus Leidenschaft und Überzeugung. „Zugegeben, das ist Familientradition. Mein Vater war Vorstand im Ortsverein. Erst konnte mein größerer Bruder zu den Pfadfindern und zu meinem neunten Geburtstag durfte ich dann auch endlich.“ Mit seiner damaligen „Sippe Panther“ lernte er zunächst in Niederbayern das Land und die Wälder direkt an der Donau kennen. Später ging es auch auf Reisen nach Berlin, London, Wien und Paris. Während des Studiums leitete er bereits die Ortsgruppe mit 200 Mitgliedern in Saal, später wurde er Mitglied der Bezirksleitung der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg – mit über 100.000 Mitgliedern der größte Pfadfinder-Verband Deutschlands und Teil des Welt-Pfadfinder-Verbands.

Heute fühlt sich der KPMG-Manager in der Ausbildung der Jugendgruppenleiter heimisch, was sich auch in seiner Begeisterung für den pädagogischen Ansatz begründet: „Ich nehme die Pfadfinderei jetzt viel mehr als Erziehungsbewegung wahr, die Kinder zu selbstbestimmten Individuen heranwachsen lässt.“ Das Prinzip dahinter? Learning by Doing. Es gehe darum, aus jedem Interessen, Wünsche, Talente und Ziele herauszulocken und die Kinder einfach mal machen zu lassen. Das wecke bei den Kids ganz neue Energien, erklärt er. Daher geht es bei den Pfadfindern um weitaus mehr als den Naturgedanken: gesellschaftliche Aspekte, das Miteinander, Toleranz und Solidarität. „Die internationalen Begegnungen sind jedes Mal etwas ganz Besonderes. Es ist einfach faszinierend zu sehen, wie sich Zehnjährige mit Händen und Füßen verständigen und so gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Sei es ein Zelt aufzubauen oder ein Volleyballturnier zu organisieren.“

KPMG unterstützt Daniels Tätigkeit bei den Pfadfindern, da es sich um eine wertvolle Freizeitgestaltung handelt. Für sein ehrenamtliches Engagement erhält er ein Freizeitkontingent von vier Stunden im Monat. Der Sinn für Familientradition setzte sich quasi in seiner Karriere fort: Daniel absolvierte nach dem Studium zunächst das Traineeprogramm bei KPMG. Heute ist er Senior Manager in der Prüfung am Standort München und betreut in erster Linie kleine bis mittelständische Banken und Finanzdienstleister, aber auch diverse Private-Equity-Gesellschaften. Er fände besonders spannend, immer wieder neue Unternehmen und innovative Geschäftsmodelle kennenzulernen und auf ihrem Weg zu begleiten – und dabei auch zu helfen: „Es macht Spaß zu sehen, wie sich kleine Firmen mit unserer Unterstützung entwickeln, wachsen und erfolgreich werden.“

Erst Pfadfinder und dann Wirtschaftsprüfer werden: Völlig abwegig? Nicht für Daniel: „Vieles, was ich bei KPMG an Soft Skills und Führungskompetenz einsetze, habe ich bei den Pfadfindern gelernt. Wenn ich Schulungen oder Präsentationen gebe, ob intern oder beim Mandanten, profitiere ich von meiner Erfahrung als Pfadfinder.“ Eine gewisse Methodenvielfalt, sich aufs Publikum einzustimmen und unterschiedliche Gruppen gleichermaßen ansprechen zu können, seien nur einige Beispiele. Daniel unterstützt auch junge KPMG-Mitarbeiter als PML (People Management Leader), eine Art Mentor, bei ihrer Karriereentwicklung. „Es geht darum, die Motivationen und Ziele der Mitarbeiter zu erkennen, zu fördern und sie in produktives Handeln umzuwandeln.“ Er ergänzt, dass die Soft Skills eines Managers ab einem gewissen Punkt in der Karriere immer mehr Bedeutung erhalten.

Neben dem kooperativen Führungsstil schätzt Daniel die sehr kollegiale Zusammenarbeit bei KPMG. „Die Teams sind jung, gut ausgebildet und hochmotiviert. Es macht wirklich Spaß, zusammen zu arbeiten. Einzelkämpfer gibt’s eigentlich nicht bei uns.“ Die Vorstellung des Prüfers, der allein im dunklen Kämmerlein mit Zahlen jongliert, existiere Daniel zufolge in der Realität genauso wenig: „Die Menschen bei KPMG sind bunter, als man von außen vielleicht vermutet. Meinen Kleiderschrank kann ich persönlich komplett zweiteilen: Auf der einen Seite sind meine Anzüge und Hemden für den Job. Auf der anderen befinden sich ausschließlich Pfadfinder-T-Shirts.“

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