Feuer, Eis und Case Studies: meine Reise mit KPMG nach Island

Vera Plessing studiert Operations Management an der ESB Reutlingen. Als eine von 40 Teilnehmern der Consulting-Workshops von KPMG auf Island berichtet sie Euch von ihren Erlebnissen auf der Insel der Vulkane, Gletscher und Geysire.

Consulting – eine Branche, die oft mit vielen Fragezeichen und einigen Vorurteilen verbunden wird. Auch mich stellte das Consulting hinsichtlich eines möglichen Berufseinstiegs vor einige offene Fragen: Wie viel Einfluss hat die Beratung auf die täglichen Unternehmensentscheidungen? Wie intensiv ist der Projektalltag wirklich? Welche Projekte gibt es und wie individuell werde ich gefördert? Um auf diese Fragen Antworten zu erhalten, wollte ich mir die Beratungsbranche näher ansehen und mich offen mit den Menschen austauschen, die bereits jahrelang als Berater arbeiten.

Deshalb bin ich sehr schnell auf die Consulting-Workshops von KPMG auf Island aufmerksam geworden. Vom 30. Oktober bis zum 2. November Case Studies lösen, Berater von KPMG treffen sowie die Insel aus Feuer und Eis erkunden? Ein verlockendes Angebot! Bei dieser Reise würde ich gleich zwei Dinge miteinander verbinden: mehr über das Consulting zu erfahren und gleichzeitig ein absolutes Traumreiseziel von mir zu besuchen. Island – diese Insel stand für mich schon immer für unberührte Natur und viele Mythen. Gibt es einen spannenderen Ort für einen Workshop und um KPMG kennenzulernen? Ich habe mich sofort für einen Teilnehmerplatz beworben – und bevor ich mich versah, saß ich auch schon gemeinsam mit 39 anderen Studierenden im Flieger nach Reykjavik.

Der erste Eindruck bei der Ankunft und der Begrüßungsrunde am Freitagnachmittag war überwältigend: Die Weite der isländischen Landschaft mit Seen, schneebedeckten Bergspitzen, moosbewachsenen Hügeln und strahlendem Sonnenschein ergaben ein atemberaubendes Panorama. Mit den Workshops ging es dann vor dieser eindrucksvollen Kulisse direkt am Samstag in fünfköpfigen Teams los – und es wurde wirklich gearbeitet, bis die Köpfe rauchten. Die Case Study war spannend und aktuell: Wir sollten ein Strategiekonzept zur Digitalisierung entwickeln. Dabei sollte der CFO eines internationalen Konzerns mit einem breiten Produktportfolio zum Thema IT-Strategie dahingehend beraten werden, welche Einflüsse die Digitalisierung auf das Unternehmen und dessen Geschäftsmodell hat. Zudem sollten wir relevante Handlungsbereiche identifizieren sowie eine Vision für das Jahr 2025 ableiten.

Die Zeit verging wie im Flug und es hat in unserem Team heiße Diskussionen und viele spannende Ansätze gegeben. Es war eine tolle Erfahrung, im Workshop mit Leuten zu arbeiten, die man vorher nicht kannte und die auch verschiedenste Hintergründe einbrachten. Man hat durch diese Zusammenarbeit erste Erfahrungen in der Arbeit interdisziplinärer Teams vermittelt bekommen sowie einen Einblick ins Consulting erhalten – und natürlich kam auch der Spaß dabei nicht zu kurz. Es ist für mich wirklich beeindruckend, wie man in so kurzer Zeit als Team zusammenwachsen und ein stichhaltiges Strategiekonzept erarbeiten kann. Unser Konzept umfasste Fragen nach dem Schutz von Daten und dem Potenzial von Outsourcing im Bereich Serverdienstleistungen. Auch die Agilität und Flexibilität eines solchen Konzeptes, um flexibel und unmittelbar auf Veränderungen zu reagieren, haben wir abschließend geprüft. Die Unterstützung und die Erfahrung der KPMG-Experten haben den Workshop noch zusätzlich abgerundet.

Aber natürlich war nicht nur die gemeinsame Arbeit an der Case Study eine Erfahrung. – Wann ist man schon mal für ein Wochenende auf Island? Die Nordlichter-Tour am Samstag war für uns alle ein ganz besonderes Highlight. Am Sonntag war dann eine große Inseltour angesagt: Geysire, Wasserfälle und ein isländisches Gewächshaus, das nur mit Erdwärme betrieben wird, standen unter anderem auf dem Plan. Unser Reiseführer hatte während der gesamten Tour immer eine witzige Geschichte auf den Lippen. Wer kennt schon die Eigenarten der 13 isländischen Weihnachtswichtel? Von Giljagaur (auf Deutsch: Pferchpfosten) bis Skyrgámur (Quark-Gierschlund) haben sie nicht nur schräge Namen, sondern jeder dieser Butzemänner hat sich auch ganz besonders fiese Dinge ausgedacht, um die isländischen Kinder zu erschrecken.

Die KPMG-Mitarbeiter waren auch bei den Touren dabei, sodass man sich vor einem wirklich ungewöhnlichen Hintergrund kennenlernen – und natürlich Fragen stellen – konnte. Wie sieht der Projektalltag aus? Wie realistisch sind meine Gehaltsvorstellungen und welche Karrierestufen durchläuft man? Danach fragt man ja im Bewerbungsgespräch eher selten, aber mitten in der beeindruckenden isländischen Landschaft haben mir die KPMG-Experten aus den unterschiedlichen Consultingbereichen wirklich Rede und Antwort gestanden. Dass beispielsweise die Implementierung von IT-Strategien derzeit ein großes Thema in der Modebranche ist, hätte ich im Vorfeld nicht gedacht. Es war auch interessant, dass man im Consulting vom Einstieg bis zum Senior Manager mit der Zeit alle Karrierestufen durchlaufen kann. Voraussetzung für eine Partnerschaft ist dann unter anderem ein spezieller Business Case. In den Gesprächen waren so für mich einige sehr aufschlussreiche Einblicke dabei. Auch der Austausch mit den anderen Teilnehmern bei den leckeren Dinnern oder dem abendlichen Get-together bei typisch isländischen Getränken hat mir großen Spaß gemacht.

Am Montag mussten wir uns dann schweren Herzens von Island verabschieden. Trotz der Kürze war das Wochenende definitiv die Reise wert. Ich habe tolle Leute kennengelernt, sehr sympathische Mitarbeiter von KPMG getroffen und wirkliche Insights in die Beratung erhalten. Ich bin also nicht nur mit beeindruckenden Island-Erinnerungen in Deutschland gelandet, sondern auch mit vielen hilfreichen Antworten auf meine Fragen zum Berufseinstieg ins Consulting.

 

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