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Was macht man als Associate im Bereich Digital Compliance bei KPMG? Ralph verrät uns im Interview, wie eine typische Woche beim Mandanten für ihn abläuft und wie es um seine Work-Life-Balance steht. Außerdem gibt er exklusive Tipps für zukünftige Bewerbende, die einen Berufseinstieg im Consulting planen.

Hallo Ralph, wie lief das Auswahlverfahren ab?

Ich bin das erste Mal durch einen Freund auf KPMG aufmerksam geworden. Da ich vorher schon im Compliance-Bereich gearbeitet habe, habe ich sofort nach geeigneten Stellen auf der Karriereseite von KPMG geguckt. Die Einladung zum ersten Gespräch kam dann auch ziemlich flott. Nach circa zwei bis drei Wochen habe ich schließlich die mündliche Zusage erhalten.

Welche persönlichen Erfahrungen hast Du im Vorstellungsgespräch und ggf. im Assessment Center gemacht?

Die Atmosphäre war sehr angenehm und entspannt. Meine InterviewpartnerInnen sind auch meine heutigen Vorgesetzten und konnten mir jegliche Nervosität nehmen. Nachdem mir viele Informationen allgemein über KPMG und den Berufseinstieg im Consulting mitgegeben worden sind, haben wir detaillierter über die Abteilung gesprochen. Mir wurden zunächst viele Fragen darüber gestellt, wie ich mir den Alltag bei KPMG und die Tätigkeiten im Bereich Digital Compliance vorstelle. Darüber hinaus ging es um die Bearbeitung von Case Studies. In meinem Fall sind wir dabei auf die Einkaufsprozesskontrollen eines größeren Sportartikelhersteller eingegangen. Ich sollte darlegen, wie ich zum Beispiel einen 3-Way-Match – das ist eine mögliche Kontrolle im Einkauf – auf Richtigkeit prüfen würde.

Selbst wenn ich mal keine Antwort parat hatte, wurde kein Druck aufgebaut. Mein Tipp an zukünftige Bewerbende ist, stets authentisch zu bleiben. Ein Vorstellungsgespräch sollte nicht als Prüfung angesehen werden.

Der Berufseinstieg im Consulting: Kannst Du ein absolutes Insight nennen?

Bewerbende sollten ihren Berufs- und Bildungsweg auf jeden Fall in- und auswendig kennen. Ein weiterer Punkt ist sicheres Auftreten. Je lockerer jemand wirkt, desto angenehmer wird das Gespräch. Mir hat es geholfen, eine Art Vorstellungsgespräch mit meinen Freunden zu proben.

Bewerbenden kann ich ans Herz legen, sich auf verschiedene Case Studies aus dem Bereich vorzubereiten, in dem man sich bewirbt. Darüber hinaus sollte man sich nicht verunsichern lassen, wenn man eine fachliche Frage nicht direkt beantworten konnte. Kein Mensch verlangt hier einen Roboter. Im Gegenteil, bei KPMG kann man mit Persönlichkeit und Querdenken punkten.

Wie sieht Dein Arbeitsalltag bei KPMG aus?

Montags starte ich die Woche mit der Fahrt zum Kunden im Zug. Die Fahrt nimmt zurzeit circa vier bis fünf Stunden in Anspruch. Zeit genug, um sich langsam auf die kommende Woche vorzubereiten. Dabei gehe ich die letzten E-Mails der vorherigen Woche durch und verinnerliche, was diese Woche auf mich zu kommt.

Nach der Ankunft bespreche ich mit meinen KollegInnen, welche To-Dos für die nächsten Tage angesetzt sind. Grundsätzlich besteht der Montag aus mehreren Abstimmungscalls mit dem Mandanten, um Ziele und Zielrichtungen zu vereinbaren. Bis Donnerstag ist jeder Tag ein bisschen anders, aber das macht die Arbeit besonders spannend. Durch die Einteilung auf mehrere Themengebiete kann es an einem Dienstag um das Rechenzentrum des Kunden gehen, während am nächsten Tag ein Call mit den Netzwerkern stattfindet. Anfangs war etwas knifflig, sich auf mehrere Themen zu konzentrieren, dennoch hat man meist die Chance, vieles selbst zu organisieren und es erlaubt einem, unglaublich viel zu lernen.

Zurzeit ist es in meinem Bereich wichtig, viele Informationen einzuholen, diese zu prüfen und Feedback weiterzugeben. Hier tauschen wir uns regelmäßig zu Updates aus und stehen in engem Kontakt mit dem Mandanten. Donnerstags geht es nachmittags mit dem Zug nach Hause. Freitags bin ich dann im Office und habe Zeit, um weitere Nebentätigkeiten wie Reisekosten, Stundenbuchung etc. zu erledigen.

Wie wirst Du als Berufseinsteiger von Deinen KollegInnen und Führungskräften unterstützt?

Meine KollegInnen sind alle sehr freundlich. In der Anfangszeit hatte ich verständlicherweise vieles zu lernen, auch im Umgang mit neuen Systemen. Für die Einarbeitungszeit hat sich jeder gerne Zeit genommen. Es wurde auch immer wieder gefragt, ob man mir bei bestimmten Themen helfen könne. Auch jetzt, nach vier Monaten, entstehen immer mal wieder Fragen, die meine KollegInnen gerne beantworten. Mittlerweile hat sich das „Kollegenverhältnis“ in eine Art Freundschaft entwickelt.

Wie empfindest Du die Arbeitsatmosphäre bei KPMG?

Die Arbeitsatmosphäre ist sehr angenehm und das Team großartig. Ich komme super gerne zur Arbeit. Auch außerhalb der Arbeitszeiten sind meine KollegInnen und ich oft gemeinsam unterwegs, sodass wir neben aktuellen Arbeitsthemen auch mal private Sachen besprechen können. Dies führt zu einem intensiven Zusammenhalt und zeigt mir immer wieder, wie wichtig ein gutes Team ist.

Wie zufrieden bist Du mit Deinem Einstiegsgehalt?

Das Einstiegsgehalt ist fair. Die zusätzlichen Essensmarken sind eine tolle Sache. Die transparenten Karrierepfade geben darüber hinaus einen guten Überblick über die Entwicklungsmöglichkeiten.

Gerade beschäftige ich mich zudem mit dem Thema „Lease a Bike“. Damit haben MitarbeiterInnen die Möglichkeit, über KPMG ein Fahrrad zu leasen, um umweltschonender, gesünder und stressfreier durch den Alltag zu kommen.

Wie sieht es mit Deiner Work-Life-Balance aus?

Meine normale Wochenarbeitszeit umfasst 40 Stunden, die aber auf Projekten auch mal variieren kann. In der Regel gibt es aber auch in den Wochen mit Fahrtzeit zum Mandanten kaum Momente, in denen ich die Regelzeit überschreite. Falls es doch mal dazu kommt, wird die zusätzliche Zeit auf ein Extrakonto gutgeschrieben, sodass ich mir die Stunden an anderer Stelle freinehmen kann. Insgesamt bin ich sehr zufrieden und finde genug Zeit, um an privaten Aktivitäten ganz normal teilzuhaben.

Welche Karriereziele hast Du Dir im Unternehmen vorgenommen?

Als Informatiker empfinde ich diese Welt als sehr spannend, aber auch unglaublich riesig und vielschichtig. In der recht kurzen Zeit, in der ich im Unternehmen bin, durfte ich mich insbesondere mit IT-Sicherheit auseinandersetzen. Die breit gefächerten Themengebiete dabei waren sehr interessant. Das hat mich motiviert, mich tiefer in jene einzuarbeiten.

Durch die Projekte, die ich derzeit begleite, konnte ich neben Fachwissen auch einiges an Soft Skills mitnehmen. Ich habe mir vorgenommen, in diesen Bereichen so viel Wissen anzueignen, dass ich damit als Spezialist eingesetzt werden kann.

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